Zielgruppe und inhaltliche Ausrichtung

Der durch die FIBBA akkreditierte Studiengang Kulturmanagement der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) ist ein Kooperationsstudiengang mit der Hochschule für Musik Saar (HfM Saar) und der Hochschule für Bildende Künste Saar (HBKsaar). Durch die Kooperation dieser drei Hochschulen unterschiedlicher Disziplinen ist der Erwerb der für diesen Studiengang unabdingbaren disziplinübergreifenden fachlichen Kenntnisse aus dem wirtschaftlichen und auch dem künstlerischen Bereich in besonderer und einzigartiger Weise sichergestellt. Er ist ein Angebot für Studierende mit einem ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss in einem wirtschaftswissenschaftlichen oder künstlerisch orientierten Studiengang (z.B. Bachelor/Diplom in BWL, Musik oder Freie Kunst) bzw. einem kultur- oder sozialwissenschaftlich orientierten Bachelor-Studiengang unter Festlegung vorab definierter Auflagen.

Der Studiengang bietet eine gezielte Qualifizierung für eine anspruchsvolle Management-Tätigkeit in einem kulturell ausgerichteten Umfeld und beleuchtet »Kulturmanagement« hierfür aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. So umfasst das Studienprogramm sowohl betriebswirtschaftliche Aspekte des Nonprofit-Bereichs als auch die Vermittlung kultur- und kunstspezifischer Fachkompetenzen – neben der Vermittlung methodischer, sozialer und wissenschaftlicher Kompetenzen. In den Lehrveranstaltungen werden theoretisch-wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Anwendungen miteinander verzahnt. Dies geschieht durch vielfältige disziplinübergreifende Lehrangebote mit Partnern aus der kulturellen Praxis oder auch durch Vorträge von GastdozentInnen aus kulturellen Sektoren. So wurde bspw. ein Projekt zum finanziellen Erhalt der Ludwigskirche erarbeitet, das Theaterpädagogische Zentrum Saar bei der Neuausrichtung oder das SR2 Kulturradio bei der Ansprache jüngere Zielgruppen unterstützt.

Schaffen einer gemeinsamen Wissensbasis

Die Lehrveranstaltungen sind darauf ausgerichtet, die AbsolventInnen in allen erforderlichen Kompetenzfeldern einer modernen Führungskraft zu qualifizieren. Durch das einzigartige „1+ 3- Semester“-Konzept können die Studierenden im Propädeutikum innerhalb eines Semesters eine breite gemeinsame Wissensbasis erlangen und bis dato defizitäre Bereiche ausgleichen. Diese sogenannte Harmonisierung geschieht durch eine „maßgeschneiderte“, auf den Kenntnisstand des Bewerbers angepasste Zusammenstellung der Lehrveranstaltungen. Studierenden ohne BWL-Kenntnisse wird grundlegendes betriebswirtschaftliches »Handwerkszeug« vermittelt  und  umgekehrt  erlernen  Studierende  ohne künstlerische Vorbildung künstlerische Grundlagen.  Das Propädeutikum ist wesentlicher Bestandteil der Kulturmanagementausbildung und wird jeweils zum WS eines Jahres angeboten. Es ermöglicht BewerberInnen[JK1] , die ihr Bachelor-Studium mit weniger als 210 ECTS-Punkten (mind. aber 180 ECTS-Punkten) abgeschlossen haben, zudem die maximal fehlenden 30 ECTS-Punkte nachzuholen.

Im Studium vermittelte Kompetenzen

An das Propädeutikum schließt sich das 3-semestrige Masterstudium an. Im ersten und zweiten Studiensemester werden methodische, soziale sowie kulturspezifische Kompetenzen vermittelt und betriebswirtschaftliche Kenntnisse im Bereich der Non-Profit-Organisationen weitergeführt und vertieft. Das Curriculum umfasst die Module Nonprofit-Management, Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen, Kulturpolitik und -soziologie, Kulturwissenschaft und -geschichte, Kulturmarketing und Kommunkationspolitik, Finanzmanagement und Förderung, Kultur und Didaktik, Projekt- und Prozessmanagement, Projekte aus der Kulturwirtschaft sowie ein Seminar zum Kulturmanagement.

Wahlpflichtangebote wie Eventmanagement, Theaterpädagogik, Business English oder Angebote an der HfM Saar bzw. HBKsaar ergänzen den Studienplan im dritten Semester, in dem auch die Masterthesis verfasst wird (im Ausland möglich).

Besonderer Wert wird auch auf die Vermittlung gesellschafts- und kulturpolitischer, kultursoziologischer sowie kulturanthropologischer Themen gelegt. So werden u.a. die ökonomischen und sozialen Dimensionen des Kultur-managements mit saarländischen PolitikerInnen diskutiert oder kultursoziologische Analysen aktueller Szenen/Milieus durchgeführt.

Durch verschiedene Projekte und Seminare in Teamarbeit werden die methodischen, didaktischen und sozialen Kompetenzen eingehend geschult. Die DozentInnen des Studiengangs sind größtenteils ProfessorInnen aus den Fakultäten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der htw saar sowie der HfM Saar und HBKsaar als auch VertreterInnen aus der Praxis. Mit diesem Ausbildungsprofil sind die AbsolventInnen für Kulturinstitutionen und  -organisationen von großem Interesse.

Formalia

Das 1+3-semestrige, gebührenfreie Studium ist als Vollzeitstudium vorgesehen, kann aber auch mit entsprechender Verlängerung als Teilzeitstudium durchgeführt werden. Studienbeginn für das Propädeutikum ist das jeweilige WS eines Jahres, an welches sich das 3-semestrige Masterstudium im darauffolgenden SS anschließt. Die Bewerbungsfrist ist jeweils zum 15. Juli des Jahres in dem das Propädeutikum absolviert werden soll. Aufgrund von Corona verlängert sich die Bewerbungsfrist im Jahr 2020 jedoch bis zum 22. August. Da bei Aufnahme ins Propädeutikum alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sein müssen, erfolgt der Übergang ins Masterstudium automatisch. Bei erfolgreich absolviertem Studium erhalten die Studierenden den Abschluss Master of Arts des durch die FIBAA akkreditierten Studiengangs.

Ansprechpartner und weitere Infos

Prof. Dr. Nicole Schwarz (Email: nicole.schwarz@htwsaar.de)

htwsaar.de/kulturmanagement-master

Wer noch weitere Infos zum Masterstudiengang haben möchte, dem empfehlen wir unseren Podcast mit Frau Prof. Schwarz, der Studienleiterin von Kulturmanagement an der htw saar. Das Interview findet ihr in unserer Senderubrik »Klangsprache« oder unter folgendem Link: