In dieser Geschichte begibt sich Alice, eine junge Frau aus Guadeloupe, nach Frankreich, um einen Teil ihrer Familie zu finden. Sie reist zu dem Geburtsort ihres Großvaters. Doch dieses Dorf hat die besten Zeiten bereits hinter sich. Die meisten Häuser sind verlassen und rotten vor sich hin. Nur der Bereich um den Marktplatz scheint noch belebt. Alice folgt zusammen mit ihrem Cousin Philippe der Spur einer alten Legende, die das Schicksal des Dorfes erklären soll. Der Ursprung soll in den Wäldern um sie herum liegen. Der gleiche Wald, der bereits von dem Maler Gustave Courbet im Jahre 1865 gemalt wurde.

 

Kurzbiographie Gustave Courbet:

Courbet ist 1819 in Ornans, im Osten Frankreichs geboren. Seine Eltern sind verhältnismäßig wohlhabend, sodass sich Courbet der Malerei widmen kann. Während seine frühen Werke der Romantik zuzuordnen sind, wird er heute als einer der Maler des Realismus bezeichnet. Seine Bilder zeigen alltägliche Situationen, wie arbeitende Menschen oder ein Begräbnis. Er malt sie ungeschönt und großformatig. Dies sorgt regelmäßig für Aufsehen. Trotz einiger Kritiker verkauft Courbet viele seine Gemälde, auch außerhalb Frankreichs. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) wird er zu einer hohen Geldstrafe verurteilt und flieht in die Schweiz. Dort verbringt er seine letzten Jahre und verfällt immer mehr dem Alkohol bis er schließlich 1877 stirbt.

Quellennachweise:

Titelbild: Gustave Courbet, Le puits noir, um 1865, Öl auf Leinwand, 65,5 cm x 82cm, Saarlandmuseum- Moderne Galerie Saarbrücken, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Portrait Künstler: Portrait of Gustave Courbet, um 1860; Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gustave_Courbet.jpg; Lizenz: gemeinfrei; Stand: 09.06.2020